














Von Philip Carnelley
Business Intelligence (BI) ist seit mehr als einem Jahrzehnt ganz oben auf der Agenda bei IT-Themen, und in dem Maße, wie die technischen Möglichkeiten der BI Lösungen zunahmen, wuchs auch die Bedeutung für die Steigerung des Unternehmenserfolgs.
SAP nahm sich dieses Themas bereits 2007 an, als im Rahmen der größten Übernahme seiner Geschichte Business Objects für die stolze Summe von 4,8 Milliarden Euro gekauft wurde. Business Objects war (und ist) ein Unternehmen, das in den vergangenen 20 Jahren mehr als die meisten Wettbewerber dazu beigetragen hat, BI am Markt zu etablieren und voranzutreiben. Inzwischen entfaltet SAP einen Großteil seiner innovativen Energien im Bereich Business Analytics; besonders erwähnenswert sind hier die HANA In-Memory-Datenbank und die jüngste umfassende Überarbeitung von Business Objects, Version 4.
Der Kauf von Business Objects durch SAP brachte ERP-Daten, Data Warehousing und analytische Tools in einem Set untereinander verbundener Tools zusammen. Die Übernahme von Sybase im Jahr 2010 verstärkte die BI Kompetenzen von SAP zusätzlich. Die Schaffung einer vielseitigen, integrierten Suite bedeutet jedoch nicht, dass das Potenzial für SAPs Partner-Ökosystem geschrumpft ist.
Ganz im Gegenteil – das zunehmende Bewusstsein der Benutzer-Community für die Möglichkeiten, die BI in neuen Bereichen bietet, führt – unterstützt durch die neuesten Tools – zu höheren Investitionen in diesem Feld. Damit ergeben sich zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten für Dienstleister, die neue analytische Anwendungen und Infrastrukturen planen, implementieren und betreiben können.
PACs Prognosen zu Folge werden BI-bezogene Dienstleistungen in den kommenden fünf Jahren das Segment mit den höchsten Wachstumsraten im Markt für SAP Consulting & Systems Integration (C&SI) darstellen – das Wachstum wird beachtliche 24 Prozent über dem Gesamtmarkt für SAP-Services liegen. Wir können beobachten, dass sich das SAP-BI-Ökosystem ausweitet, da sich immer mehr Anbieter daran ausrichten, was SAP seinen Kunden anbietet.
Das BI-Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Der Markt entwickelt sich trotz mehr als zwei Jahrzehnten des Fortschritts und der Entwicklung weiter, wie die HANA-Initiative von SAP unterstreicht. Die Anwender suchen nach neuen Optionen, wie beispielsweise überall/jederzeit/immer verfügbare mobile und Cloud-basierte Lösungen. Die Firmen bemühen sich um noch bessere Möglichkeiten, BI auf das ganze Unternehmen auszuweiten und so die Entscheidungsfindung sowohl für Einzelne als auch für zusammenarbeitende Gruppen zu verbessern.
Technologien, die es seit Jahren gibt, etablieren sich plötzlich im Mainstream – hier seien besonders spaltenorientierte Datenbanken und In-Memory-Datenbanken erwähnt. Möglich wird dies dank neuer Hardware und Software-Architekturen. Dadurch werden neue Ansätze für Aufgaben wie Predictive Analytics leichter durchführbar, während sich die zugrunde liegenden Architekturen möglicherweise vereinfachen lassen.
Darüber hinaus sind diese Technologien neuen Herausforderungen gewachsen, beispielsweise „Big Data“, Analyse sozialer Netze oder Verarbeitung unstrukturierter und textueller Daten. Diese Optionen werden immer interessanter für Unternehmen, die die operative Leistung, das Kundenbeziehungsmanagement und das Corporate Performance Management verbessern möchten. Die Möglichkeiten sind vielfältig – genauso wie die zu treffenden Entscheidungen, die Anforderungen an strategische Beratung und die Implementierungen. Hieraus ergibt sich in den nächsten Jahren ein enormes Potenzial für SAP und seine Partner – sowie für deren Kunden.
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