














Von Christoph Witte
IT-Entscheider gelten nicht gerade als die erfolgreichsten Kommunikatoren. Im Gegenteil: Ihnen wird vorgeworfen, in technischem Kauderwelsch über Dinge zu erzählen, die außerhalb der IT niemand versteht und wahrscheinlich auch niemand verstehen will. Obwohl das in vielen Unternehmen längst nicht mehr gilt, hält sich das Gerücht hartnäckig. Hier einige Tipps, wie sich als IT-Verantwortlicher erfolgreich kommunizieren lässt.
Wer kommuniziert, sollte sich vor allem über zwei Dinge im Klaren sein: Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Der Sender einer Botschaft ist dabei immer auch der Empfänger der Reaktion, sprich, in der direkten Rede und Widerrede wechseln die Rollen ständig. Auch in der modernen, über Medien vermittelten Kommunikation – beispielsweise bei E-Mail, Chat oder Social Media – findet ein ständiger Rollenwechsel zwischen dem Sender und Empfänger statt. Der zweite kommunikative Grundsatz, der immer beachtet werden sollte, lautet: Wenn der Empfänger die Botschaft nicht versteht, trägt der Sendende die Schuld. Wer diese Voraussetzungen beherzigt, kommt theoretisch schon ziemlich weit im „gemeinsamen Erzeugen von Sinn“. Dieser Ausspruch stammt übrigens vom Kommunikationsforscher Wolfgang R. Langebucher, der in den 80er Jahren als Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität in München gelehrt hat.
Das zu beherzigen klingt einfach, ist aber gerade für IT-Verantwortliche mitunter kompliziert, weil sie praktisch immer komplexe Inhalte kommunizieren wollen, die nicht immer leicht zu verstehen oder nachzuvollziehen sind. Außerdem kommunizieren IT-Verantwortliche mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen, die verschiedene Interessen vertreten. Mit dem IT-Team ist anders zu sprechen als mit den betroffenen Mitarbeitern in der Fachabteilung und mit Mitgliedern des Top-Managements; um vor diesen Ausgaben und Projekte zu rechtfertigen, spricht ein CIO am besten die Sprache des Business und nicht die der IT.
Obwohl die Sache mit der Kommunikation also gerade für IT-Verantwortliche auch Dank ihres Themas schwierig ist, verwenden sie bis über 70 Prozent ihrer Arbeitszeit auf diese Aufgabe. Die folgenden Tipps verstehen sich keineswegs als ausreichendes Brevier für erfolgreiche Kommunikation, aber sie können helfen, sich an die wesentlichen Dinge zu erinnern, wenn man als CIO oder IT-Verantwortlicher vor einer wichtigen Kommunikationsaufgabe steht.
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