














Von Frank Niemann*
Der BI-Markt hat eine Konsolidierungswelle erlebt, die noch nicht ganz abgeklungen ist. Die letzte große Transaktion war der Kauf des Analysespezialisten SPSS durch IBM. PAC geht davon aus, dass es noch weitere Übernahmen im BI-Umfeld geben wird. Diese Konsolidierung ist jedoch keine Folge eines schrumpfenden Marktes. Im Gegenteil: Marktzahlen von PAC belegen, dass der BI-Markt schneller wächst als beispielsweise der ERP-Markt.
Eingebettetes BI
Mittlerweile statten Anbieter von Geschäftsanwendungen ihre Lösungen mit BI-Funktionen aus – vornehmlich Reporting. Diese BI-Funktionen stehen als Teil der Benutzeroberfläche der Business-Software bereit und passen zum jeweiligen Kontext (Vertrieb, Einkauf oder Logistik). Diese auch als „embedded BI“ bezeichneten Features taugen jedoch nicht als Alternative für eine komplette BI-Lösung.
BI in der Cloud
Es gibt bereits einige BI-Lösungen, die als Cloud-Service verfügbar sind und deren Zahl wird deutlich zunehmen. BI in der Cloud stellt eine Alternative zum Bau einer eigenen BI-Infrastruktur dar. Darüber hinaus lassen sich damit Betriebsumgebungen für umfangreiche Planungs- und Analyseanwendungen einrichten, die hohe Ansprüche an Skalierbarkeit und Kapazität stellen. Das Lösungsangebot wird sowohl für die Private Cloud als auch für die Public Cloud bereitgestellt.
Analyseapplikationen
PAC erwartet, dass das Angebot an Analysefunktionen zunehmen wird. Der Treiber dafür sind vorkonfigurierte, zum Teil branchenspezifische Analyseanwendungen für bestimmte Aufgaben. Ein Beispiel ist hier das Risiko-Management.
BI auf mobilen Endgeräten
Mit der Verbreitung von Internet-fähigen Smartphones mit leistungsstarken Prozessoren und hochauflösenden Displays steigt auch das Angebot an Business-Software für solche Geräte. PAC erwartet, dass es vermehrt mobile BI-Applikationen geben wird, die BI-Features mit interaktiven mobilen Funktionen wie etwa digitale Karten kombinieren.
Enterprise Information Integration
Daten aus unterschiedlichen Quellen zu integrieren ist eine grundsätzliche Aufgabe von BI-Lösungen. Vermehrt spielt hierbei Data Federation eine Rolle. Dabei verbleiben Daten an ihrem Ursprungsort, um sie analytischen Anwendungen sowie Reporting- und Planungssystemen zur Verfügung zu stellen.
In-Memory BI
Auch wenn manche Hersteller dieses Thema stark betonen, so ist es doch keine wirkliche Neuheit, da einige Anbieter schon seit Jahren entsprechende Produkte/Verfahren anbieten. Einige BI-Hersteller arbeiten an In-Memory-Techniken, die in nächster Zeit auf den Markt kommen. Bestehende Konzepte für Planung, Analyse und Simulation lassen sich auf diese Weise beschleunigen. Darüber hinaus wird In-Memory BI neue Lösungsansätze hervorbringen, die sich mit traditionellen BI-Infrastrukturen nicht realisieren lassen.
Der Autor, Frank Niemann, ist Director bei PAC. Er ist für den Bereich Software zuständig und leitet PACs Software Research Program für die DACH-Region. Zuvor war er leitender Redakteur bei der Fachzeitschrift Computerwoche mit Schwerpunkt Geschäftsapplikationen.
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